Tipp für die Stallapotheke
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Eine sinnvoll ausgestattete Stallapotheke gehört zu den wirklich wichtigen Dingen in der Pferdehaltung. Sie erspart zwar nicht grundsätzlich den Tierarzt. Oft kann man dadurch aber eine Verschlimmerung des Krankheitsbildes bremsen oder sogar verhindern. Auch bei Unfällen am späten Abend oder am Wochenende hilft die richtige Vorsorge Ross und Reiter. Folgende Dinge sollten deshalb in keinem Stall fehlen:
Verbandsmaterialien
Bandagen
Rivanol (als Pulver, da es sich auch in kaltem Wasser sehr schnell
auflöst; erhältlich in der Apotheke)
Desinfektionsspray und ein antibiotischer Puderspray wird dort
eingesetzt, wo man keine Verbände anlegen kann.
Wichtiger Hinweis:
Bei Verletzungen, die genäht werden sollten, auf keinen Fall irgendwelche
Medikamente aufbringen. Die Wundränder verändern sich durch Sprays oder Salben
und die nachfolgende Behandlung wird erschwert. Bis der Tierarzt kommt grundsätzlich
nur steril abdecken oder Druckverband bei starken Blutungen anlegen.
Homöopathische "Akut-Medikamente" (ihre unmittelbare
Anwendung beeinflusst die Gesundung von Verletzungen außerordentlich positiv).
Hier eine kleine Auswahl, die in der Stallapotheke vorrätig sein sollte:
Arnika D2 Dilution (Tropfen)
bei allen Verletzungen, die durch traumatische Einwirkung entstanden sind, z.B.
Zerrung, Prellung, Stauchung, Schlag, offene Wunden)
Apis mellefica D4 Dilution
bei allen oedematösen Schwellungen, z.B. Insektenstiche, Nesselfieber,
Phlegmone (Einschuss), Hufsohlenprellung (in Kombination mit Arnika)
Ledum D3 Dilution
tiefe, enge Stichverletzungen, z.B. Gabelstich, Nageltritt und Vernagelung.
Die Eingabe dieser Präparate erfolgt so bald wie möglich nach dem Vorfall, jeweils 20-40 Tropfen 4-5 mal im Abstand von etwa 15 min. Die beste Wirkung wird erreicht, wenn die Tropfen direkt ins Maul gegeben werden.
Von Akutmitteln bei Kolikerscheinungen ist im Prinzip abzuraten, da die Art der Kolik nur vom Tierarzt durch spezielle Untersuchungen festgestellt werden kann. In verschiedenen "(Fach-)Büchern" empfohlene Mittel können bei falscher Anwendung das Krankheitsbild sogar verschlechtern. Der beste Rat ist daher, mit tierärztlicher Hilfe nicht zu lange zu warten.
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