4. Zur Therapie eingesetzte Tiere, Haltungsbedingungen

 

 

Grundsätzlich müssen alle Tiere, bevor sie in der Therapie eingesetzt werden können, in einem sehr guten Gesundheitszustand sein. Ein krankes Tier ist oft missgelaunt, weniger geduldig und nicht so stresstolerant, kann daher bei der Therapie nicht richtig mitarbeiten. Zu sehr guter Gesundheit gehört auch eine Freiheit von Ekto- und Endoparasiten (regelmäßiges Entwurmen, Entflohen etc.). Neben Tierschutzaspekten steht dabei natürlich auch der Schutz des Klienten vor Infektionen im Vordergrund. Der Gesundheitszustand der Tiere muss täglich und vor dem Einsatz vom Halter und in regelmäßigen Abständen vom Tierarzt kontrollier werden, je nach Tier mindestens ein- bis viermal jährlich im Rahmen von Impfung und Entwurmung.

 

Ein sehr guter Pflegezustand versteht sich von selbst, Anblick und Berühren des Tieres sollen angenehm und nicht von Begleiterscheinungen wie üblen Gerüchen, Absonderungen oder starker Verschmutzung begleitet sein. Auch bei Einbindung des Klienten in die Körperpflege, z.B. beim gemeinsamen Putzen eines Pferdes als Begrüßungsritual, sollte das Tier nicht übermäßig verschmutzt sein. Offensichtliche Pflegefehler wie z.B. Hautekzeme oder ungepflegte Hufe dürfen nicht sein. Hierbei ist zu beachten, dass man bei der Arbeit mit Tieren auch eine Vorbildfunktion hat, an der sich die Klienten dann im Umgang mit einem eigenen Tier orientieren.

 

Charakterlich muss sich ein Tier, das zu Therapiezwecken eingesetzt werden soll, durch ein gutmütiges Wesen mit ausreichend Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit auszeichnen. Weder ein zu ängstliches noch ein zu dominantes Tier ist geeignet, da es besonders bei unsicheren Klienten ein gefährliches Verhalten zeigen könnte. Nur ein Tier mit einer guten Sozialisierung, das also artgerecht aufgezogen wurde, kann das notwendige reiche Spektrum an natürlichen und einschätzbaren Verhaltensweisen zeigen, das wir für den therapeutischen Einsatz benötigen. Grundsätzlich muss es menschenfreundlich und neugierig sein, sich gern anfassen und streicheln und als Kleintier auch hochheben lassen. Es darf auch in Stresssituationen nicht kratzen oder beißen, sondern muss auf Hilfe durch seine Begleitperson warten. Es muss sich der Therapiesituation anpassen können ohne weg zu rennen.

 

Wichtig ist außerdem Toleranz gegenüber Umweltreizen bei der Arbeit (z.B. durch regelmäßiges  Scheutraining). Auch ansonsten im Alltag nicht vorkommende Maschinen und Geräte, Gerüche und Geräusche (z.B. Kinderwagen, Rollstuhl, Beatmungsgerät) müssen dem Tier vertraut sein. Dazu notwendig sind regelmäßiges Training der Therapiesituation und eine gute, sichere Beziehung zur begleitenden Bezugsperson.

 

Im Tierschutzgesetz sind die Grundlagen des Umgangs mit Tieren festgelegt: Der Mensch trägt Verantwortung für das Tier. Das Tier ist ein Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen sind. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerz, Leid oder Schäden zufügen.

 

 

Raja: Schäferhundmischling, 9 Jahre

 

Herkunft und Ausbildung: Raja stammt aus dem Tierheim. Sie wurde mit knapp 2 Jahren trächtig ausgesetzt. Über ihre Sozialisation und Prägung ist nichts bekannt. Wesentliche Fehler dürften dabei aber nicht gemacht worden sein, da während ihrer inzwischen 7-jährigen Haushaltszugehörigkeit keine wesentlichen Verhaltensaufälligkeiten festgestellt wurden. Raja hat den Grundgehorsam in der Hundeschule erlernt und wird kontinuierlich nach dem Prinzip der positiven Bestärkung (s. z.B. Pryor, Rai)  weitergebildet.

 

Charakter: Raja ist ein ausgesprochen geduldiger, ruhiger Hund, der seine Stellung als Omegatier in der Familie gut verinnerlicht hat. Sie ist sehr kinderlieb und lässt sich von diesen auch mal härter anpacken oder am Fell ziehen. Gegenüber anderen Tieren, insbesondere Hunden und Katzen, ist sie, wenn sie es selbst entscheiden kann, eher defensiv und zieht sich zurück. Aufgrund ihrer Erfahrung ausgesetzt worden zu sein hängt sie sehr an „ihrem“ Menschen und ist nicht gern allein. Sie fährt ausgesprochen gern Auto, kennt auch keine Scheu vor Menschenmengen. Lediglich bei lauten plötzlichen Geräuschen sucht sie Schutz.

 

Einsatz in der Therapie: Raja kommt schon sehr lange mit in die  psychotherapeutische Praxis. Im Therapiezimmer hat sie mehrere Stellen unter den Tisch und in verschiedenen Ecken, wohin sie sich zurückzieht, wenn sie ihre Ruhe haben möchte. Sie hat während ihres Einsatzes kontinuierlich Zugang zu frischem Wasser. Viele Patienten bringen ihr Leckerlis mit, die sie ihr zum Abschluss der Sitzungen als Dankeschön geben dürfen. Die Einsätze beschränken sich auf maximal 2 Vormittage in der Woche. Raja wird als „Eisbrecher“ eingesetzt, um ein für Gespräche günstiges Klima herzustellen. In der Depressionsbehandlung schenkt sie durch ihr freundliches, zutrauliches Wesen und über die Möglichkeit gestreichelt zu werden Wärme, Zuwendung und Zuneigung, sowie das Gefühl für andere sorgen zu können. Weitere Aufgabenbereiche sind das Selbstsicherheitstraining bei Ängsten und die Desensibilisierung bei einer spezifischen Hundephobie. Bei sehr klammernden und vereinnahmenden Patienten kommen Führübungen zum Einsatz, bei denen Raja demonstriert, das Klammern beim Gegenüber eher Weglauftendenzen auslöst, während ein gelassenes Freiheit Gewähren, z.B. Loslassen von der Leine, dazu führt, dass das Gegenüber entspannt dableibt. Aufgrund ihres Alters wird Raja nicht mehr sehr lange mitarbeiten können, momentan ist sie noch mit Freude und Ausdauer dabei. Entsprechend ihrer Belastbarkeit werden Einsatzdauer und –Häufigkeit aber mittelfristig reduziert werden müssen. Da sie seit Jahren als einzelner Hund in der Familie lebt und auch anderen Hunden gegenüber eifersüchtig reagiert, wenn die in engeren Kontakt mit mir treten, soll ihr Status als Einzelhund respektiert werden. D.h. ein neuer Hund wird erst dann ausgesucht und ausgebildet werden, wenn Raja nicht mehr lebt, so dass eine Pause in der Arbeit mit einem Therapiebegleithund eintreten wird.

 

Haltung: Hunde leben seit ca. 15 000 Jahren bei den Menschen und sind die ältesten Haustiere. Im Laufe ihrer Domestikation haben sie sich sehr an die Menschen angepasst und zeigen deutlich andere Kommunikationsformen und Bedürfnisse als Wölfe. Sie sind weiterhin Rudeltiere und betrachten Menschen als eine andere Unterart von Hunden. Sie dürfen daher nicht allein gehalten werden, sondern brauchen Artgenossen und/oder eine menschliche

Familie als Rudel. Im Welpenalter wichtig ist eine positive Prägung auf Menschen in der vierten bis achten Lebenswoche, außerdem muss der Welpe in der Sozialisierungsphase bis zum Ende der 12. Woche eine Beißhemmung bekommen. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sind dann Rangordnung und Kontakte zu Hunden anderer Rassen zusätzlich zur Erziehung zum Grundgehorsam notwendig. Raja lebt in der Familie mit 3 Kindern. Sie darf sich im Wohnhaus frei bewegen und Anschluss suchen, hat aber auch ihren eigenen ungestörten Schlafplatz als Rückzugsbereich. Direkt dem Haus angegliedert ist ein großer Garten, den Raja zusätzlich zu ihren regelmäßigen Spaziergängen frei nutzen kann. Ihr liebster Ausgleich sind Stöckchen- und Ballspiele sowie lange Spaziergänge mit Rennen, Graben und Mäusejagd auf den Wiesen der Umgebung. Sie hat ständig Zugang zu Wasser und Trockenfutter. Raja ist kastriert und gechipt. Sie wird regelmäßig geimpft, entwurmt und tierärztlich untersucht.

 

 

Mira: Hauskatze, geboren März 2009

 

Herkunft und Ausbildung: Mira wurde mit knapp 4 Wochen von einem Bauernhof geholt, wo gerade ein Wurf Katzen getötet wurde, und gemeinsam mit einer Geschwisterkatze per Hand aufgezogen. Dadurch ist sie sehr auf Menschen geprägt. Sie befindet sich zur Zeit noch in der Ausbildung. Die einzelnen Schritte werden mit viel Zeit, Ruhe und Belohnung nach dem System der positiven Bestärkung erarbeitet. Mira soll ausgebildet werden, mit ins Kinderhospiz zu gehen. Die Katzentransportkiste steht ständig für sie zugänglich da, Mira hat sich darin inzwischen einen ihrer Schlafplätze eingerichtet. Sie ist an ein Führgeschirr gewöhnt und kommt hin und wieder als „Eisbrecher“ mit zu Einsätzen in die Psychotherapiepraxis.

 

Charakter: Mira ist sehr menschenbezogen, geht auch auf Fremde aufgeschlossen zu, streicht ihnen um die Beine und untersucht sie ausgiebig. Sie hat gelernt, nicht zu kratzen. Sie ist aufgrund ihres Alters noch sehr verspielt und etwas unruhig, setzt sich daher nur kurzfristig zum Schmusen auf den Schoß. Gegenüber anderen Tieren (Hunde und Katzen) ist sie eher dominant.

 

Einsatz in der Therapie: Durch die Anwesenheit von Mira im Therapiezimmer verändert sich oft schon das Klima derart, dass ein Gesprächskontakt wesentlich leichter und lockerer hergestellt werden kann. Besonders bei der Behandlung von Depressiven sorgen Beobachtung der Katze und Spielen mit ihr für Auflockerung und Erheiterung, so dass die Stimmungslage wenigstens vorübergehend aufgelockert werden kann. Desweiteren ist die Katze ein gutes Anschauungsobjekt, wie man auf charmante Weise eigene Bedürfnisse durchsetzen kann, so dass die Umwelt glücklich ist, einen zu umsorgen. Mira hat im Therapiezimmer ihre Transportbox als Rückzugsraum, eine Katzentoilette, sowie ständigen Zugang zu frischem Wasser. Zum Abschluss der Therapiesitzung dürfen die Klienten, wenn es ihrem Wunsch entspricht, Leckerlis reichen. Mira ist maximal einen Vormittag pro Woche in der Praxis und wird dann nur bei einem Patienten eingesetzt.

 

Haltung: Die ältesten Überreste von Katzen in der Nähe menschlicher Behausungen finden sich aus dem 6. Jahrtausend vor Christus. Katzen sind seit ca. 5000 Jahren domestiziert, wenn man das bei ihnen überhaupt so nennen kann, denn sie sind weiterhin „Raubtiere“, die viel Eigenständigkeit und Bewegung brauchen. Es ist wichtig für Katzen, ihren Jagdinstinkt auszuleben und die Umgebung von einem erhöhten, geschützten Ort zu beobachten. Sie klettern gern, sind sehr neugierig und spielen auch im Erwachsenenalter viel. Sie sind tendenziell eher Einzelgänger, benötigen aber auch Kontakte zu anderen Katzen, feste Bezugspersonen und eine gleich bleibende Umgebung. Mira lebt mit einer anderen, ein Jahrälteren Hauskatze im Familienhaushalt. Sie hat ständig Zugang zu frischem Wasser und Trockenfutter und darf sich im Wohnhaus frei bewegen. Außer ihrer Transportbox gibt es noch verschiedene Katzenkörbe und Kissen als Ruhe-und Rückzugsplätze. Über eine Katzenklappe hat sie ständig Zugang zum Garten, wo sie ihre Jagd- und Kletterinstinkte ausleben kann. Sie ist eine geschickte Jägerin, fängt und frisst Schmetterlinge, Mäuse, Vögel und Blindschleichen. Mira ist kastriert. Sie wird regelmäßig entwurmt, geimpft und tierärztlich untersucht.

 

 

Mausi: Dülmener-Konik-Mix , 13 Jahre.

 

Herkunft und Ausbildung: Mausi wurde Ende 2005 von einem Pferdehändler gekauft, wo sie eine Zeitlang im Schulbetrieb gegangen war. Sie hat eine klassische Dressurausbildung, wird am Boden nach Parelli gearbeitet und bekommt regelmäßiges Gelassenheitstraining in Anlehnung an die GHP-Gelassenheitsprüfung (Kaltwasser).

 

Charakter: Mausi ist ein ruhiges, gleichzeitig auch sehr sensibles Pony. Besonders bei Reitanfängern ist sie sehr vorsichtig, passt ganz bewusst auf, ihren Reiter richtig auf dem Rücken zu balancieren. Erfahrene Reiter testet sie gern, z.B. beim Hufe geben, und verlangt dann eindeutige und konsequent durchgesetzte Kommandos. Bekommt sie diese nicht, mogelt sie sich um ihre Aufgaben herum oder übernimmt die Führung. Ist ihr Reiter energisch und fordert sie, kann sie sehr temperamentvoll sein und z.B. auf Ausritten, bis auf lange Galoppstrecken, mit einem Araber Schritt halten. Mausi ist durch ein kontinuierliches Gelassenheitstraining scheufest und bleibt auch auf Kindergeburtstagen, Schulfesten und bei Laternenumzügen ruhig. Sie hat lediglich Angst vor Gullydeckeln, woran kontinuierlich gearbeitet wird, so dass sie nicht mehr wie zu Beginn bis auf die andere Seite der Straße ausweicht. Ein Betreten der Gullydeckel wird auch aus Sicherheitsgründen (Wackeln, Rutschgefahr) nicht angestrebt. Ihre Bezugsperson bei der Arbeit ist Dorothea Hammann, außerdem hat sie noch eine jugendliche Bezugsreiterin für Pflege, Schmusen und Ausritte. Mausi muss früher einmal schlimm geschlagen worden sein, denn sie hat lange Zeit große Angst vor Männern und vor Gerten gehabt. Die letztere Angst hat jetzt noch den Effekt, das Mausi bereits auf  einen in der Hand gehaltenen trockenen Grashalm mit unbedingtem Gehorsam reagiert.

 

Einsatz in der Therapie: Aufgrund ihrer sehr weichen Gänge, ihres geringen Wurfes und ihrer Trittsicherheit eignet sich Mausi sehr für Einsätze zur Linderung von  Spastik oder Rückenschmerzen. Außerdem ist sie aufgrund ihrer Vorsicht gut geeignet, kleine Kinder an das Reiten heran zu führen. Sie ist das wesentliche Psychotherapiepferd und arbeitet bei der Behandlung psychisch Kranker und behinderter Erwachsener mit. In der Bodenarbeit hat sie sich bei Erwachsenen bewährt zur Förderung von Durchsetzungsfähigkeit und Selbstbewusstsein. Da sie kleinste Gefühlsregungen spiegelt, wird sie gern zur Selbsterfahrung eingesetzt. In der Arbeit mit jungen Borderline-Patientinnen dient sie als Bindungsmedium, um überhaupt eine längerfristige therapeutische Beziehung, in der dann auch Konflikte ausgetragen werden können, zu ermöglichen. Mausi wird max. 1 Stunde täglich an max. 2 Tagen  in der Woche therapeutisch eingesetzt. Nach jeder Therapiestunde wird sie von ihrer Bezugsreiterin Korrektur geritten. Als Ausgleich finden lange, zügige Ausritte ins Gelände, Bodenarbeit nach Parelli und Gymnastizierung über Cavaletti statt.

 

Dickes und dünnes Pony: Welsh-Cob B, Alter 7 und 9 Jahre

Herkunft und Ausbildung: Die Ponys wurden von einem Händler und Ausbilder hochträchtig bzw. mit Fohlen bei Fuß gekauft und liefen ursprünglich als Passgespann. Als Fahrpferde haben sie keine klassische Reitausbildung, gehen aber seit vier Jahren im Reitbetrieb als Kinderponys. Regelmäßiges Gelassenheitstraining und viel Bodenarbeit ziehen sich als roter Faden durch ihr jetziges Dasein. Sie sind auf Kinder spezialisiert und tragen bereits Zwei- bis Dreijährige sicher und vorsichtig durch die Welt. Durch ihr Stockmaß von 1,40 m sind sie auch für Erwachsene reitbar und werden regelmäßig Korrektur geritten und nach Hempfling ausgebildet.

 

Charakter: Es handelt sich um sehr sensible Pferde, die schnell die jeweilige Lage einschätzen und sich darauf einstellen können. So spiegeln sie unmittelbar den Zustand der sie umgebenden Personen wieder. Sie sind sehr auf Josefine Lesser, auf ihre verbalen aber auch körpersprachlichen Signale geprägt, so dass sie immer eine enge Verbindung zu den Tieren halten und sie mit für andere unsichtbaren Signalen steuern kann. Dadurch bleibt die Situation immer überschaubar und kontrollierbar. Das dicke Pony ist etwas ruhiger und gelassener, dadurch besonders gut für ängstliche Kinder und Erwachsene geeignet. Da sie immer ruhiger wird, je hektischer die Umgebung ist, ist sie auch gut für hyperaktive Kinder und Rollstuhlfahrer einsetzbar. Das dünne Pony setzt im Umgang am Boden wie beim Reiten klare Grenzen, was machbar ist und was nicht. Sie korrigiert dadurch ganz schnell Selbstüberschätzung und ist gut geeignet Selbsterfahrungen zu machen.

 

Einsatz in der Therapie: Beide Ponys werden mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Reitbetrieb 3 – 4 Stunden täglich eingesetzt. Dabei sind beide sehr gut geeignet, am Boden Kindern und Erwachsenen Angst zu nehmen und Sicherheit zu vermitteln. Das dicke Pony ist darüber hinaus auch für ängstliche und unsichere Reiter sehr gut einzusetzen und für die Longenarbeit. Durch ihre Fähigkeit zur Abgrenzung kann das dünne Pony einerseits übergriffige und übermütige Reiter in ihre Schranken weisen und deutlich zeigen, wo diese anderen zu nahe treten. Andererseits können durch den Umgang mit ihr Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit gesteigert werden. Aufgrund der hohen Belastung unter der Woche im Reitbetrieb wird darauf geachtet, dass die beiden Ponys mindestens zwei Tage in der Woche frei haben, um sich auf Koppel (im Sommer) bzw. Paddock (im Winter) zu erholen. Entspannende Ausritte ins Gelände, Gelassenheitstraining und ausgiebige Bodenarbeit wie oben beschrieben sind zur Gesunderhaltung selbstverständlich.

 

 

Jella: Deutsches Reitpony, Alter 13 Jahre

 

Herkunft und Ausbildung: Jella war als Einsteigerpony gekauft und dann wegen Wachstums des besitzenden Kindes überflüssig geworden und hatte längere Zeit allein in einem Offenstall gelebt. Sie kam Anfang 2007 in schlechtem Pflegezustand zu uns und musste zunächst eine Weile aufgepäppelt werden. Sie klassisch ausgebildet und wird wie die anderen Ponys am Boden nach Hempfling, Kaltwasser und Parelli gearbeitet.

 

Charakter: Jella ist ein ausgesprochen freundliches kleines Pferd, das keine Pony-Unarten hat. Obwohl sie nur von Kindern geritten wird, da sie maximal 50 kg tragen kann, ist sie sensibel, fein und weich im Maul und gehorsam. Sie genießt Putzen und andere Maßnahmen der Körperpflege sehr deutlich, so dass es den Kindern Freude macht, sie zu verwöhnen. Auf Ausritten kann sie mit Großpferden Schritt halten und bleibt im Gelände sowohl als Führpferd als auch ohne „Sicherheitsleine“ zuverlässig und scheufrei.

 

Einsatz in der Therapie: Jella eignet sich durch ihren ruhigen Charakter, ihr attraktives Aussehen und den zierlichen Körperbau besonders dazu, kleine Kinder an das Pferd heran zuführen und zunächst über Pflege und Bodenarbeit den Kontakt aufzubauen. Auch bei Erwachsenen ist sie in diesem Sinn für Kontaktaufnahme und Angstabbau gut einsetzbar, denn ein kleines, freundliches Pferdchen wirkt einfach nicht Angst einflößend. Da sie zuverlässig hinter den größeren Pferden her läuft, und auch als Führpferd sicher ist, kann sie für kleinere und größere Ausritte in der Ponygruppe eingesetzt werden. Jella wird täglich bewegt und geht an den Wochentagen täglich eine Stunde im Schulbetrieb mit. Therapeutisch wird sie maximal einmal wöchentlich eingesetzt. Sie hat wie alle anderen Pferde auch ihre persönliche Bezugsperson, ein achtjähriges Kind, mit dem sie unter Aufsicht regelmäßig für zügige Ausritte ins Gelände geht zusätzlich zu regelmäßiger Bodenarbeit durch Erwachsene.

 

Pferdehaltung: Die Grundbedürfnisse der Equiden haben sich in den 5000 Jahren ihrer Domestizierung unabhängig von ihrer Nutzung kaum verändert (Zeidler, Due). Pferde sind in Gruppen lebende Tiere, die soziale Kontakte benötigen. Sie sind neugierig, daher müssen sie im alltäglichen Leben so viele Möglichkeiten, diese Neugier auszuleben, wie möglich haben. Das bedeutet, dass sie Ansprache benötigen, möglichst viel Erkundungsmöglichkeiten, selbstständige Bewegung, etc. In den Gruppen stellt sich ein soziales Gefüge her, das durch neu hinzukommende Pferde immer wieder gestört wird. Normalerweise sind Herdenverbände relativ konstant. In der freien Natur bewegen sich Pferde täglich etwa 16 Stunden pro Tag, was notwendig ist für einen gesunden Bewegungsapparat, die Gesunderhaltung der Atemwege und des Stoffwechsels, aber auch für die Ausgeglichenheit und Charakterfestigkeit. Sie brauchen ruhige und sichere Ruheplätze. Man kann merken, dass sie ein Pferd wohl fühlt, wenn es auch beim Herannahen vom Menschen ruhig liegen bleibt, egal ob in der Box oder auf der Weide. Während der Wach- und Bewegungszeiten sind Pferde normalerweise kontinuierlich mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt, ebenfalls etwa 16 Stunden pro Tag.

 

Die Berücksichtigung dieser Grundbedürfnisse der Pferde bedeutet für die Pferdehaltung auf der Ponyhof KAATA: Weil kontrollierte Bewegung, z.B. über Training oder Ausritte, das Bewegungsbedürfnis der Pferde nicht ersetzen kann, erhalten die Pferde täglich Bewegungsmöglichkeiten. Im Sommer leben sie ganztags auf der Koppel, im Winter kommen sie tagsüber auf Paddocks und auf dem Hof in der gleichen Zusammensetzung wie in der Sommerherde. Koppeln, Paddocks und Hof sind von der Bodenstruktur und durch Baum- und Buschbestand abwechslungsreich gestaltet. Die Herden, in denen die Pferde auf die Koppeln gehen, werden sorgfältig zusammengestellt, Pferdefreundschaften werden berücksichtigt. Die Zusammensetzung der Herden wird nicht ohne triftigen Grund geändert.

 

Bei den Koppeln wird auf eine sichere Einzäunung, ergänzt durch Elektrozaun, geachtet. Der Zustand der Pferde wird zweimal täglich kontrolliert. Es wird darauf geachtet, dass immer ausreichend Futter vorhanden ist, um eine Überweidung zu vermeiden. Morastige Stellen werden nicht beweidet. Nach dem Abweiden werden die Koppeln gepflegt durch Schleppen, Mulchen etc. Auf den Koppeln finden sich Gebüsche und Bäume für Sonnen- und Regenschutz.

 

Die Ponystuten leben in den Sommermonaten rund um die Uhr im Herdenverband auf Magerwiesen und werden nur für die Therapie- und Reitstunden von der Koppel geholt Da Mausi zu Übergewicht neigt, bekommt sie außer Gras im Sommer bzw. Heu im Winter kein weiteres Futter. Zur Verbesserung ihrer Hufqualität erhält sie regelmäßig Biotin. Jella hat eine Neigung zu Rehe, ihre Futterration wird daher streng kontrolliert und ihr Zugang zu Gras besonders im Frühjahr und nach Kälteperioden beschränkt.

Im Stall hat jedes Pferd seine Einzelbox, um einen sicheren Liegeplatz zu gewährleisten. Die Boxen sind durch halbhohe Bretterwände voneinander abgetrennt, so dass die Pferde untereinander weiter in Kontakt bleiben und einen freien Ausblick aus der Box haben können. Auch bei der Belegung der Boxen wird genau darauf geachtet, welche Pferde sich vertragen und deshalb gut nebeneinander stehen können. Die Pferde erhalten während der Aufstallzeit reichlich hochwertiges Heu aus eigener Produktion in 4-5 kleinen Mahlzeiten. Entsprechend der natürlichen Fresshaltung wird eine bodennahe Fütterung durchgeführt. Außer Heu haben die Pferde immer noch reichlich Stroh zum knabbern, so dass sie nie nüchtern aus dem Stall gehen. Für zu dicke Pferde wird das Heu in Heunetzen gegeben, um die Fresszeit zu verlängern. Zusätzliches Kraftfutter wird der Leistung des jeweiligen Pferdes angepasst gegeben. Damit eine Kontrolle über den Wasserverbrauch des Tieres möglich ist (z.B. Nierenfunktion) haben die Pferde keine Selbsttränken, sondern Wassereimer.

 

Die Hygiene im Stall wird sehr ernst genommen. Dazu gehört tägliches komplettes Ausmisten, zusätzliches Absammeln der Pferdeäpfel, regelmäßige Entfernung von Staub und Spinnweben, Desinfektion und Neumalen der Boxen 1-2x jährlich. Beim Errichten des Stalls wurde auf große Fensterflächen, gute Belüftung unter Vermeidung von Zugluft und eine breite Stallgasse von 4m geachtet, um einerseits Staub- und Keimgehalt der Luft gering zu halten, und andererseits die Stalltemperatur der Außentemperatur anzupassen und somit das Risiko von Atemwegserkrankungen zu senken. Für Pferde mit Hustenneigung stehen Außenboxen zur Verfügung.

 

Bei der Pflege der Pferde wird eine tägliche Gesundheitskontrolle durchgeführt. Ein auf Pferde spezialisierter Tierarzt kommt regelmäßig zu Untersuchungen, Impfungen und bei Krankheiten. Die Pferde werden mehrfach im Jahr simultan entwurmt. Für die Hufpflege kommen regelmäßig mindestens alle acht Wochen ein Schmied bzw. ein Hufpfleger. Die Pferde sind zur Verringerung der Verletzungs- und Rutschgefahr unbeschlagen. Ausnahme sind orthopädische Beschläge bei Huffehlstellungen, die Mausi in den Sommermonaten an den Vorderhufen benötigt. Der Zahnarzt kommt 1-2x im Jahr zur Gebisskontrolle. Selbstverständlich werden die Pferde tgl. geputzt. Desweiteren beginnt auch jede Reitstunde mit einem Putzritual.

Kaninchen

 

Herkunft und Ausbildung: Die Kaninchen, ein Bock, zwei Weibchen und ihre jeweiligen Jungtiere, sind von Josefine Lesser selbst gezogen und an Menschenkontakt gewöhnt. Sie erhalten täglichen Kontakt und Ansprache, leben auf dem Ponyhof KAATA inmitten der anderen Tiere in Außenstallhaltung und kennen so verschiedene Geräusche und Aktivitäten in ihrer Umgebung.

 

Einsatz in der Therapie: Schwerpunkt der Arbeit mit den Kaninchen ist die ganzheitliche Vermittlung von Naturzusammenhängen, wobei der Tierkontakt ein Baustein und Aufhänger für weitere Aktivitäten ist. Mehr Zeit als im direkten Tierkontakt wird mit Vor- und Nachbereitung in der Kindergruppe verbracht. Es wird Wert darauf gelegt, dass Kaninchen keine niedlichen Kuscheltiere sind, die man mit sich herumschleppt, sondern in ihrem Wesen respektiert werden müssen. Es soll der korrekte Umgang mit dem Tier vermittelt werden. Die Kaninchen werden hauptsächlich mit der Hortmethode eingesetzt: Ein bis zwei Kinder gleichzeitig dürfen sich zu den Tieren in das Gehege setzen und abwarten, bis die sehr neugierigen und zutraulichen Tiere Kontakt aufnehmen. Die Kinder lernen so verschiedene Kaninchen kennen und unterscheiden, können Unterschiede zwischen Alt- und Jungtiere feststellen und ihre Eigenheiten beobachten. Die Kinder dürfen die Tiere füttern, was in derNachbereitung gleich mit Pflanzenkunde, was dürfen die Tiere essen, was nicht, verbunden wird. Das große Gehege kann mit Naturmaterialien immer neu gestaltet werden. Im Sommer können die Kinder bei passender Witterung beim Heu machen mithelfen.

Haltung: Kaninchen werden seit gut 1000 Jahren in verschiedenen Rassen gezüchtet. Sie haben sich ihre Instinkte und Bedürfnisse in dieser relativ kurzen Zeit bewahrt. Sie leben nachtaktiv in Gruppen, brauchen Platz zum Rennen und Hakenschlagen aber auch Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Das Bedürfnis zur Graben und Höhlen zu schaffen ist groß. Auf dem Ponyhof KAATA leben die Kaninchen im Winter und nachts in einer großen, umgebauten Pferdebox mit verschiedenen Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Der Bock hat seinen eigenen abgetrennten Bereich, um in Kontakt zu bleiben, aber eine unkontrollierte Fortpflanzung zu vermeiden. In den Sommermonaten kommen die Tiere tagsüber ins geschützte Freigehege, das regelmäßig kontrolliert und gegen Durchgraben täglich auf dem Rasen des Ponyhofs umgesetzt wird. Die Kaninchen erhalten als Futter hochwertiges Heu aus Eigenproduktion, Möhren, Äpfel, Gras und Kräuter als Frischfutter und trockenes Brot sowie Stöcke zum Benagen. Die Einstreu besteht aus einem Späne-Stroh-Gemisch. Die Weibchen werden einmal jährlich in Frühjahr gedeckt, um den Kindern Tiere verschiedenen Alters zeigen zu können. Bei Wunsch und nach ausreichender Prüfung, dass das Kind richtig mit dem Tier umzugehen weiß, kann z.B. nach einer Ferienfreizeit ein „Bezugskaninchen“ mitgenommen werden. Die Kaninchen werden regelmäßig mindestens vielmal jährlich tierärztlich kontrolliert, besonders die Länge von Krallen und Zähnen.

 

 

Geflügel

 

Herkunft und Ausbildung: Die Tiere, momentan je ein Paar Gänse, Enten und Puten, wurden als frisch geschlüpfte Küken gekauft und von Josefine Lesser groß gezogen. Da Vögel aufgrund ihrer vielen Fressfeinde grundsätzlich scheu sind, wurden sie geduldig an Menschenkontakt gewöhnt und kommen jetzt auf Zuruf angeflogen. Ein direkter Kontakt zu den Klienten ist nicht geplant und auch von diesen nicht gewollt. Besonders der Ganter zeigt bei Fremden seinen Beschützerinstinkt und kann dann bösartig auftreten.

 

Einsatz in der Therapie: Besonders bei Senioren, auch bei Demenzkranken, bietet sich der Einsatz von Geflügel an, an das oft noch Kindheitserinnerungen bestehen. Die weißen Tiere sind auch von Sehbehinderten gut wahrzunehmen und zeigen ein abwechslungsreiches Verhalten, das zu Austausch von Beobachtungen und eigenen Geschichten anregt. Aussehen, Verhalten und Kommunikation der Tiere können beobachtet und deutlich gehört werden und dienen in der Psychotherapie als Ausgangspunkt für Selbsterfahrung und therapeutische Gespräche. Das Komfortverhalten der Tiere (Baden in Sand und Wasser, Federpflege) ermuntert zum Nachdenken, wie freundlich man eigentlich mit sich selbst umgeht, und kann Impulse zur Verbesserung der Selbstfürsorge setzen. Gleichzeitig kann der Ganter zeigen, wie man auch als eigentlich relativ kleines und schutzloses Wesen durchaus imponierend und Furcht einflößend auftreten kann. Da die Tiere aus der sicheren Entfernung hinter einem Zaun beobachtet werden, sind sie auch für erste Tierkontakte von ängstlichen und zurückhaltenden Menschen gut geeignet. Viele Menschen haben Geflügel bislang nur in tief gefrorenem Zustand erlebt und sind erstaunt über die Rassevielfalt und das differenzierte Gruppenleben. Besonders Gänse und Puten sind ja selbst im bäuerlichen Alltag kaum noch zu sehen.

 

Haltung: Geflügel ist seit mehreren tausend Jahren domestiziert. In ihren Grundbedürfnissen unterscheiden sich die Hausformen aber nicht von den Wildtypen. Gänse und Puten benötigen eine Wiese als Auslauf, Gänse und Enten einen flachen und sicheren Zugang zu Wasser. Als Rückzugsgebiete sind tagsüber Schattengebiete und nachts ein mardersicherer Stallnotwendig. Die Tiere leben in überschaubaren Gruppen mit eigenen Regeln, Rangordnung und einem ausgeprägten Sozialverhalten. Das Geflügel des Ponyhofs befindet sich im hinteren Wiesenbereich in einem eigenen großen Außengehege, das nur von Josefine Lesser betreten und von einem Bach mit befestigten und bepflanzten Rändern durchflossen wird. Gewässer, Rasen und Büsche bieten viel Platz für Nahrungssuche und Rückzug. Durch die unmittelbare Nähe der Paddocks sind die Tiere an Menschen außerhalb ihres Geheges gewöhnt und reagieren auf diese gelassen. Pro Art wird nur ein Hahn gehalten, um unnötige Kämpfe zu vermeiden. Die Nächte verbringen die Tiere in einem mardersicheren, fahrbaren Stall innerhalb des Außengeheges. Zusätzlich zum selbst gesuchten Futter bekommen die Tiere gequetschten Hafer an regelmäßig wechselnden Futterstellen.

 

Meerschweinchen (in Planung)

 

Herkunft und Ausbildung: Die Meerschweinchen sollen aus einer kleinen Hobbyzucht mit artgerechter Haltung geholt werden. Um die Herde möglichst homogen zu gestalten, wird sie aus etwa gleich alten Jungtieren von wenigen Würfen zusammengestellt. Die Meerschweinchen werden mit Hilfe der positiven Bestärkung durch Stückchen attraktiven Futters daran gewöhnt, auf dem Schoß ruhig zu sitzen, sich streicheln und sich füttern zu lassen.

 

Einsatz in der Therapie: Das Meerschweinchengehege soll den Tieren als persönlicher Rückzugsraum erhalten bleiben. Zutritt zum Gehege soll daher den Klienten verwehrt bleiben. Geplant sind zwei Einsatzbereiche: Mit Hilfe eines mobilen Geheges kann der Kontakt über die Hortmethode hergestellt werden. Möglich sind dann die Beobachtung der Tiere und ihres artgerechten Verhaltens, das Schaffen einer angenehmen Umgebung für die Tiere mit Naturmaterialien und das Sammeln von Kräutern für Futterzwecke. Im Rahmen des Tierbesuchsdienstes im Altenheim sollen die Tiere mit der Präsenzmethode eingesetzt und den Bewohnern gereicht werden, so dass diese die Möglichkeit haben, direkt mit einem Tier Kontakt aufzunehmen, es zu streicheln, auf dem Schoß zu halten und mit kleinen Futterstückchen (Apfel, Möhre, Salat, Gurke, Löwenzahn etc.) zu füttern. Auch im Kinderhospiz bieten sich je nach Zustand der Kinder Hort- und Präsenzmethode an.

 

Haltung:  Meerschweinchen sind tagaktiv, leben in größeren Gruppen mit einer Rangordnung. Da sie auch in Freiheit häufiger ihre Umgebung wechseln, sind sie für den Einsatz im Tierbesuchsdienst gut geeignet. Die geplante Meerschweinchengruppe soll aus männlichen, kastrierten Tieren bestehen. Als Gehege steht ein umgebauter, rattensicherer, ehemaliger Schweinestall zur Verfügung, in dem die Tiere auf verschiedenen Ebenen herumlaufen, klettern und sich verstecken können. Jedes Tier erhält ein eigenes Häuschen als Rückzugsmöglichkeit. Das Gehege wird mit einem Gemisch aus Kleintierstreu und Stroh eingestreut, als Futter erhalten die Tiere selbst produziertes Heu von sehr guter Qualität (siehe Pferdehaltung), Frischfutter in Form von Äpfeln, Möhren, Salat, Kräutern und Gras sowie getrocknetes Brot, Äste und Zweige zum Benagen. Bei ausreichend guter Witterung erhalten die Tiere in einem mobilen Gehege, das nach oben gegen Katzen und Raubvögel geschützt ist, Auslauf auf einer geschützten Wiese. Zur Pflege gehören tägliches Reinigen des Geheges, tägliche Gesundheitskontrollen und regelmäßige Kontrollen von Zähnen und Krallen durch den Tierarzt mindestens viermal im Jahr.

 

 

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